Eine noch wenig genutzte Methode der Konfliktbewältigung ist die Mediation im öffentlichen Bereich. Einer der Gründe hiefür ist die mangelnde Kenntnis vom Nutzen dieses Instruments, welches zunächst mit Aufwand verbunden ist, schlussendlich aber enormen Zeitgewinn gegenüber anderen Verfahren bringt. Auch in Situationen mit zementierten und völlig widersprüchlich erscheinenden Positionen bietet Mediation eine gute Möglichkeit, neue, konstruktive und für die Betroffenen befriedigende Lösungen zu finden.

Der Sicherstellung der Umsetzung der hier erzielten Ergebnisse ist bei dieser Mediationsform ein grosses Gewicht beizumessen.

Beispiele:

  • Verwaltungsmediation: innerhalb und zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen, innerhalb und zwischen verschiedenen Ressorts
  • Umweltmediation

Politische Mediationen als Konfliktlösungsgestaltung sind sehr oft Mehrparteienmediationen oder Grossgruppenmediationen. Einen wichtigen Stellenwert hat die Mediation auch im präventiven Bereich. Sie stellt sich den Fragen, wie durch Mediation möglichen Konflikten vorzeitig entgegengewirkt und dadurch eine solide Ebene für konsensorientierte Entscheide erreicht werden kann. Die oft grosse Betroffenheit bei den verschiedenen Parteien basiert weniger auf persönlichen Gefühlen, als vielmehr auf Wert- und Anschauungsfragen. Als weiterer Unterschied zu anderen Mediationsfeldern gilt zu berücksichtigen, dass politische Mediationen ab und zu mit Stellvertretern geführt werden müssen, was die Sache erschwert.

Beispiele:

  • Politische Auseinandersetzungen auf kommunaler – und regionaler Ebene oder auf Bundesebene
  • Gewaltentrennung innerhalb einer politischen Ebene
  • Parteien und Verbände
  • Konflikte innerhalb von politisch zusammengesetzten Gremien

Wichtige Anmerkung: Nur einzelne Teams verfügen im Bereich ‚Internationale Politische Mediation’ über Fachkräfte.

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