Viele Institutionen sind heute öffentlichem Druck ausgesetzt. Eine gute Bearbeitung von Konflikten kann deshalb einer Institution wichtigen Schutz bieten. Kirchen sind Institutionen, die noch sehr zurückhaltend Mediation nutzen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Man erwartet, Konflikte selber lösen zu können oder vertritt gar den Standpunkt, dass es in diesem Bereich keine Konflikte gibt. Die Anerkennung der normalen, vielfältigen Konfliktfelder ist Voraussetzung für den Erfolg von Mediation in Institutionen. Kirche und alle anderen Arten von Institutionen sind zudem Arbeitgeber von Menschen, die aufgrund ihrer ethischen Grundhaltung und individueller Wertmassstäbe einen hohen Anspruch an Lösungsweg und Konsensfindung stellen.

Beispiele von Fällen in Institutionen:

  • Konflikte unter hauptamtlichen und nebenamtlichen Mitarbeitern
  • In der Freiwilligenarbeit
  • Konflikte zwischen Mitgliedern mit unterschiedlichen Werthaltungen
  • Konflikte mit verschiedenen Hierarchieebenen

Fallbeispiele in spezifisch kirchlichem Bereich:

  • Unterschiedliche Glaubensrichtungen innerhalb und ausserhalb der Institution
  • Kirchenvorstand und andere Gremien
  • Im oekumenischen Kontext
  • Mit dem städtischen oder dörflichen Gemeindeumfeld
  • Richtungskämpfe zwischen Seelsorgern und Gemeindemitgliedern und Behörden

Eine weitere spezielle Form der Institutionen-Mediation ist die ‚Elder Mediation’, einem rasch wachsenden Feld der Mediation. Hier geht es um altersspezifische Konflikte: Pflege / Betreuung vor Ort oder in Institutionen. Ein mögliches Machtungleichgewicht und die Notwendigkeit von Vertretung durch Angehörige / Vertrauenspersonen brauchen eine sorgfältige Vorabklärung.

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